
Matthias K. Heschl
Als Fotograf ist Matthias K. Heschl mehr oder weniger ein unbeschriebenes Blatt. Eigentlich ist er selbständiger Öffentlichkeitsarbeiter (das Blätterbeschreiben also sein Metier). Er mag Raster und Linien, mag es, syntaktische Kompositionen herzustellen, Buchstaben zu Wörtern und Wörter zu Sätzen zu verweben, sie im Sinne eines Hands-on-Ethos zusammenzufügen und Narrative zu bauen. Nicht selten dienen ihm seine analogen Fotos als erzählerische Rahmenwerke, als Gerüste, in deren Leerstellen er nur zu gerne verbalisierte Geschichten einpasst. Das Zusammenwirken von Bild und Text, das oftmals auf einer ausgeprägten Hinneigung zum Roadgenre fußt, lässt ihn Türen zu Denk-, Gefühls- und Assoziationsräumen aufstoßen: Es wird erzählt, ohne vorwegzunehmen. Ausgedrückt, ohne explizit zu machen. Mäandert, ohne sich zu verlieren.
Matthias K. Heschl ist fotografischer Autodidakt. Aktuell studiert er an der Schule Friedl Kubelka für künstlerische Fotografie.